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M
adame Tütü ist mit allen Wassern, besser Überraschungen gewaschen. Bunt und exaltiert ist die Welt der Künstler, und jeder gibt verzweifelt sein skurriles Bestes.

Kenntlich die Charaktere durch überdimensionale Masken und grelle Kostüme. Sie sind Ausdruck an sich. Kleine Bewegungen genügen, denn die Wirkung kommt, vergrößert an.

Höhepunkt aber ist ein Uralt-Künstlerpaar mit lächelnden Gesichtern und dem Ave-Maria von schreiend bis schluchzend und atemlos flüsternd. Momente der Faszination durch absolute Stille schafft der Spielmann.

Winzige Gesten schaffen Nuancen. Spannungen reißen nicht ab, ohne dass Worte nötig sind.

Der Zauber des Stückes liegt in der magischen Verwandlung der Masken. Trotz ihrer eigensinnigen Würde, ihrer menschlichen Gebärden bleiben sie uns fremd. Aus der Spannung von Fremdheit und Vertrautheit entsteht die Komik der Aufführung, die von den Zuschauern begeistert gefeiert wurde.
(Kinzigtal-Nachrichten)